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Junge Union Main-Spessart, 12.07.2006 Junge Union rückt den Landkreis ins Blickfeld der ArbeitMain-Spessart. Der ländliche Raum gerät im Wettbewerb mit den größeren Städten immer weiter ins Abseits, diese Befürchtung äußerte JU-Kreisvorsitzender Thorsten Schwab (Hafenlohr) bei der jüngsten Vorstandssitzung. Bis zur Kommunalwahl 2008 rückt die JU laut einer Pressemitteilung verstärkt den Landkreis ins Blickfeld ihrer Arbeit. Noch vor einigen Jahren seien der öffentliche Personennahverkehr, die Anbindung ans überregionale Verkehrsnetz und kulturelle Angebot entscheidende Faktoren im Wettbewerb zwischen den großen Städten und den ländlichen Regionen gewesen, erläuterte Thorsten Schwab. Mittlerweile kämen durch das Medienzeitalter neue Faktoren zu Gunsten der Ballungszentren hinzu, so Schwab weiter. Angefangen vom Kabelanschluss über das neue digitale Fernsehen bis hin zur Verfügbarkeit schneller Internetzugänge, der Ausbau entsprechender Netze sei nicht in allen ländlichen Gebieten vorgesehen, erläuterte der stv. JU-Kreisvorsitzende Helmut Scherer (Arnstein). Richard Oswald aus Marktheidenfeld bestätigte, dass heute immer mehr Kommunikationsprozesse in Unternehmen und Verwaltungen, aber auch im privaten Sektor, auf elektronischem Wege abgewickelt werden. Gebiete ohne Breitbandzugang werden im Standortwettbewerb künftig das Nachsehen haben, befürchtet Oswald. „Firmen und Privatpersonen können diesen Nachteil nur bedingt durch eigene Investitionen ausgleichen. Hier muss gehandelt werden, damit die Kluft zwischen Stadt und Land nicht noch größer wird“, mahnt stv. Kreisvorsitzender René Szathmary aus Karlstadt. „Öffentlich-private Partnerschaften können als Alternative zu fehlenden DSL-Internetzugängen auch den Zugang ins Breitbandnetz ermöglichen“, meint Thorsten Schwab. „Von den Main-Spessart Gemeinden und vom Landkreis fordern wir als Junge Union alles Nötige in die Wege zu leiten um mittelfristig eine flächendeckende Versorgung für Main-Spessart zu erhalten“, so der JU-Kreisvorsitzende. Nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen und alle technischen und finanziellen Optionen nutzen, könne die Chancengleichheit zwischen Stadt und Land zumindest im Bereich der Kommunikationsinfrastruktur hergestellt werden, so Schwab. Juli und August stehen bei der JU-Arbeit im Zeichen von Natur und Umwelt. Die JU wird einen Themenflyer mit Tipps und Hinweisen für Kommunen und Haushalte entwickeln und im August veröffentlichen. Ebenso im August, vom 17.-19., besucht die Junge Union die Bundeshauptstadt Berlin. Am 23.09.2006 richtet die JU-Main-Spessart die diesjährige Juventus-Gala des Bezirksverbandes aus. Staatsminister Eberhard Sinner ist Schirmherr der Veranstaltung im Marktheidenfelder Lichtspielhaus.
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