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JU Main-Spessart, 06.03.2007
Vorschläge für den Wirtschaftraum Main-Spessart
Junge Union stellt zweiten Themenflyer vor
Main-Spessart. Die Junge Union (JU) in Main-Spessart stellte ihr zweites Themenfaltblatt für den Landkreis vor. Unter dem Titel "MSP-Wirtschaft" gibt es Anregungen, Tipps und Hilfestellungen für Verbraucher, Gewerbe und Existenzgründer, teilt JU-Kreisvorsitzender Thorsten Schwab (Hafenlohr) in einer Pressemitteilung mit.

Vorstellung des zweiten Themenflyers der Jungen Union Main-Spessart. Auf dem Bild
v.l.: Richard Oswald, Andreas Paul, Kreisvorsitzender Thorsten Schwab, Philipp Ruf und René Szathmary
Unsere Arbeitsplätze sind maßgeblich vom Erfolg unserer mittelständischen Betriebe abhängig, auch die
Gemeinden, Städte und der Landkreis sind auf florierenden Handel und die damit verbundenen
Gewerbesteuereinnahmen angewiesen, heißt es in den einleitenden Sätzen des Faltblattes. "Unser
Landkreis Main-Spessart gehört zu den höchstverschuldeten Landkreisen in ganz Bayern. Um die
Haushaltslage nicht weiter zu verschärfen, muss von der Politik mit Augenmaß gewirtschaftet werden",
mahnt Thorsten Schwab. Hierzu müssen laut JU die politischen Rahmenbedingungen für unsere
heimischen Betriebe stimmen. Aber auch jeder Einzelne könne mit seinem Verhalten den Wirtschaftsraum
Main-Spessart unterstützen, indem heimische Produkte gekauft werden. "Wer einen Bäcker, Metzger oder
einen Lebensmittelladen im Ort haben will, der sollte auch dort einkaufen gehen", rät stv.
JU-Kreisvorsitzender Philipp Ruf (Lohr). Regionale Handwerksbetriebe
müssen sich vor den großen Firmen und Märkten nicht verstecken, sie können sich nur keine großangelegten Werbekampangnen leisten, so Ruf
weiter. "Fragen Sie bei ihrer nächsten Renovierung doch einfach mal den Fachmann vor Ort. Kurze
Anfahrtswege schonen zudem die Umwelt und die eigene Geldbörse" rät die Junge Union in ihrem Faltblatt.
Hilfen für Existenzgründer
Der Schritt in die Selbstständigkeit erfordere für Existenzgründer viel Eigeninitiative und Mut. Neben beruflichem Fachwissen seien auch kaufmännische Fähigkeiten, das notwendige Eigenkapital und
rechtliches Grundwissen zu einer Firmengründung notwendig, erläutert Richard Oswald bei der Vorstellung
des Faltblattes. Unterstützung für Existenzgründer leisten Verbände und staatliche Stellen, informiert
Oswald. Fördergelder können vom Freistaat Bayern und vom Bund abgerufen werden, auch auf
europäischer Ebene gibt es entsprechende Programme. "In den letzten Jahren wurden in Unterfranken über
70 Prozent aller beantragter EU-Förderungen bewilligt", ergänzt Andreas Paul (Mittelsinn). Alle Adressen für
Fördermöglichkeiten und Beratungsstellen haben wir im Faltblatt und unserem Internetangebot aufgelistet,
informiert Paul.
Breitband-Internetanbindung
"Im Wettbewerb der Regionen gerät der ländliche Raum immer mehr ins Hintertreffen" befürchtet stv.
JU-Kreisvorsitzender Helmut Scherer (Arnstein). Neue Technologien würden vorwiegend in den
Ballungszentren ausgebaut. Auf dem Land sind digitales Fernsehen und schnelle Datenanbindungen wie
DSL nicht flächendeckend verfügbar - verpflichtend für die Netzanbieter sei nur die Bereitstellung einer
Telefonleitung für alle Kunden, leitet Scherer in das Thema ein. "Eine DSL-Anbindung ist schon heute ein
wichtiger Standortfaktor der von vielen Betrieben bei einer möglichen Ansiedlung als Voraussetzung erwartet
wird, gibt Helmut Scherer zu bedenken. Von politischer Seite aus sollte der Versorgungsstandard auf DSL
angehoben werden, dann müsste auch unsere Region flächendeckend mit DSL versorgt werden, fordert
Kreisvorsitzender Thorsten Schwab. Alternative Breitbandnetze wie DSL via Satellit oder Funknetze die u. a.
vom Bürgernetzverein Main-Spessart angeboten werden, können bis zur einer flächendeckenden
DSL-Versorgung eine Alternative sein, so Schwab weiter.
Sinnvolle Landkreisanbindung durch B26n ist möglich
Abschließender Punkt im Faltblatt "MSP-Wirtschaft" bildet die geplante B26n. Bereits 2002 hat die Junge
Union ein schlüssiges Konzept zur Realisierung der geplanten Trasse vorgelegt. Eine autobahnähnliche
Bundesfernstraße könnte sowohl den überörtlichen Verkehr tragen, als auch den nördlichen Landkreis und
somit die Städte Gemünden und Lohr besser an das Fernverkehrsnetz anbinden, ist die Junge Union
überzeugt. "Die bisherige Planung ist nur als Westumgehung Würzburgs konzipiert, der Landkreis
Main-Spessart hätte wenig Nutzen aus der neuen Strecke, bedauert stv. Kreisvorsitzender René Szathmary
(Karlstadt). "Enorm wichtig bei der Umsetzung ist der Ausbau der Strecke Karlstadt-Lohr und die
Weiterführung zur A66 bei Hanau, damit der Ost-West-Transitverkehr sinnvoll gebündelt wird und die
anliegenden Orte durch den zu erwartenden Verkehr entlastet werden", so Szathmary weiter.
Kreisvorsitzender Thorsten Schwab zu diesem Thema: "Die Junge Union sagt ja zur B26n, aber bitte an die
Bedürfnisse Main-Spessarts angepasst"! Diese Anpassung könne nach JU-Meinung durch eine leichte
Verschiebung der Trasse bei Karlstadt nach Norden erreicht werden. Der Ausbau sollte nicht als Autobahn,
sondern als gut ausgebaute, mehrspurige Bundesstraße erfolgen, weil so die Orte in Main-Spessart besser
angebunden werden können, erläutert Schwab. Das gesamte Konzept sowie alle weiterführenden
Informationen zum Themenflyer "MSP-Wirtschaft" können im Internet abgerufen werden.
>>> zum
Faltblatt der Jungen Union Main-Spessart
"MSP-Wirtschaft"
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