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Erlenbach, erstmals sicher urkundlich erwähnt 815 im Vertrag von Retzbach zwischen Bischof Wolfger zu Würzburg und dem Abt Ratgarius von Fulda, kam 1409 in den Besitz der Grafen von Wertheim. Am 3. September 1612 gingen die Hoheitsrechte an den Fürstbischof zu Würzburg und Herzog von Franken über. Die Farben Silber und Rot im Wappen weisen auf diesen Zeitabschnitt der Zugehörigkeit zum Hochstift Würzburg hin. Durch die Säkularisation (Verweltlichung der kirchlichen Güter) 1803 kam Erlenbach mit dem Hochstift Würzburg zum Königreich Bayern. In einem Gutachten der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns aus dem Jahr 1965 wird auf die Entstehung des Wappens der Gemeinde Erlenbach folgendermaßen eingegangen. "Die Dorfgemeinde Erlenbach führte bereits im 18. Jahrhundert ein Bildsiegel, das ein mit einer Traube belegtes Herz, zwei schräg gekreuzte Pfeile und zwei Sterne zeigte. Dieses Bild wurde in das seit etwa 1920 im Dienstsiegel geführte Wappen übernommen, wobei jedoch die Farben nicht bestimmt worden waren. Um diesen Mangel zu beseitigen, hat die Gemeinde das nach der obigen Beschreibung gestaltete Wappen angenommen. Durch die dominierenden Farben Silber und Rot wird auf die Zugehörigkeit der Gemeindemarkung zum Hochstift Würzburg (1612 - 1803) hingewiesen." Und weiter: Die im Wappen dargestellten Figuren seien im 18. und 19. Jahrhundert häufig in Dorf- und Gerichtssiegeln verwendet worden. So symbolisiere die Traube den Weinbau und das Herz die Liebe der Gemeinschaft. Die Pfeile wiesen auf die Wehrhaftigkeit des früheren reichsfreien Dorfes hin. Die Sterne könnten als kirchlich-religiöses Symbol verstanden werden, möglicherweise bedeuteten sie auch die Wertheimer Rose, da Erlenbach viele Jahre im Besitz der Grafen von Wertheim war.
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