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Höfling: "Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit"

Main-Spessart. „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“, ist die Devise der CSU-Kreistagsfraktion zu deren Sitzung Vorsitzender Walter Höfling (Rieneck) nach Marktheidenfeld eingeladen hatte. In den Räumen der FOS/BOS tagte die CSU-Fraktion in außergewöhnlicher Besetzung, denn nicht nur alle Marktheidenfelder Schulleiter, sondern auch Klinikchef Ottmar Kliegl, Abteilungsleiter Bauwesen Gerhard Pülz, stv. Schulsachgebietsleiter Jürgen Lippert und Architekt Bernd Müller waren gekommen, sondern auch 2. Bürgermeister Manfred Stamm mit dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Helmut Adam und Stadtrat Wolfgang Hörnig. Der Grund für diese außergewöhnliche Besetzung: Die Marktheidenfelder Schullandschaft bedarf dringend der Renovierung und dafür sollen nach heutiger Schätzung rund 45 Millionen Euro notwendig sein. Viel Geld, das der Landkreis nicht hat, aber notwendig ist um das Bildungsangebot in Marktheidenfeld für die Region wieder zeitgemäß zu gestalten.

 

Karl Fuchs, Schulleiter der FOS/BOS stellte seine mittlerweile 40 Jahre alte Einrichtung vor, die „räumlich restlos ausgebucht ist und auf eine zeitnahe Verbesserung für Schüler und Lehrer hofft“. Seine Begründung: Die Schule erfreut sich in den vergangenen Jahren eines guten Zuspruchs und ist mit 75 Prozent Wachstum in den letzten fünf Jahren an ihren Grenzen angelangt.  Fuchs forderte, den Standort von Fachoberschule und Berufsoberschule, die dank des Einsatzes der heimischen Industrie seit 1997 ebenfalls in Marktheidenfeld etabliert ist, auch in Konkurrenz zu Aschaffenburg und Würzburg attraktiv zu halten.

 

Architekt Bernd Müller, der vom Kreistag den Auftrag zur Erstellung einer „Machbarkeitsstudie“ erhalten hat, erläuterte sein „städtebauliches Konzept“ für Marktheidenfeld. Er legte der CSU-Fraktion dabei zwei neue Vorschläge „B-1“ und „B-2“ vor. Beide beinhalten eine Verlegung der FOS/BOS an die Oberländer Straße, „was zu zahlreichen Synergieeffekten führe“, so Müller.

Dass aber daraus „auch Probleme entstünden, machte Gymnasiumschefin  Dr. Anne-Marie Greving  deutlich, denn 2.200 Schüler auf relativ kleinem Raum seien auch eine Sicherheitsfrage. Zwar habe das Gymnasium mit derzeit 950 Kindern keine Raumnot, weil auch durch die Einführung des G 8 künftig ca. 100 Kinder weniger beschult werden, „aber nach 40 Jahren ist Sanierungsbedarf an vielen Stellen. Außerdem müsse die Schule als Ganztagesschule attraktiv bleiben.

 

Die Situation an der Realschule sieht deren Rektor Dieter Schanzer „dramatisch“. Neben dem „Sanierungsstau“ nach rund 40-jähriger Nutzung der Schulgebäude erfahre seine Schule einen guten Zuspruch und habe derzeit 835 Kinder in 30 Klassen „mit steigender Tendenz“. Das obwohl die Schulgebäude ursprünglich für 20 Klassen und 500 Kinder konzipiert war. Die Folge: Klassen werden in Container und in das ehemalige Berufsschulgebäude ausgelagert, was „einen großen Zeitverlust“ bedeute. Er sprach auch die nicht unproblematische außerschulische Nutzung der Aula an. Sein Fazit: „Wir platzen aus allen Nähten und der Sanierungsbedarf ist groß“.

 

Auch Rainer Dreikorn, Leiter der kreiseigenen Krankenpflegeschule, sieht „einen Mangel an allen Fronten“. Seine Bildungseinrichtung stehe in Konkurrenz zu Lohr und Wertheim und sei enorm wichtig, um Nachwuchs für die Kreiskrankenhäuser zu gewinnen. Sein Wunsch: „Eine Rückverlagerung zum Krankenhaus“, denn so könne man effektiver und zukunftsorientierter lehren und arbeiten. Für die Altenpflegeschule schloss sich Monika Vogel-Roos diesen Wünschen an.