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Ein Zentrum für Kinderhospizarbeit?

Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml besucht Vereinsdomizil in Marktheidenfeld  

Der Verein Kinderhospiz Sternenzelt Mainfranken e.V. arbeitet konsequent für seine Ziele: Bis Juli sind sieben Mitglieder als ehrenamtliche Kinderhospizhelfer geschult und einsatzbereit. Der Aufbau eines stationären Kinderhospizes soll folgen.

In diesem Zusammenhang plant der Verein, mittelfristig eines von sechs Kinderhospiz-Zentren in Bayern zu werden. Das erklärte Vorsitzender Stefan Zöller am Donnerstag am Vereinssitz in der Marktheidenfelder Bahnhofstraße anlässlich des Besuchs von Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml (Bamberg).

CSU-Kreisvorsitzender Thorsten Schwab hatte dazu eingeladen, den Verein kennen zu lernen. Vereinsvorsitzender Zöller gab nach einer Führung durch das Haus, das zurzeit als Anlaufstelle für Hilfesuchende dient, einen Überblick über die Vereinsgeschichte und erklärte, dass die 78 Mitglieder zählende Vereinigung inzwischen Vollmitglied des Bundesverbands sei. Rund 600 Kinder sterben jährlich in Bayern an einer tödlichen Erkrankung. Es seien aber nicht nur die Kinder, die Hilfe bräuchten, sondern alle Familienmitglieder, die mit dem Verlust zu kämpfen hätten.

 

Der Verein will zwar mit ambulanter Hilfe beginnen, plant aber ein Haus zu bauen, in dem Platz für elf Familien sein soll. Zöller rechnet mit einem jährlichen Spendenbedarf von 700 000 Euro, um so ein Kinderhospiz auf Dauer tragen zu können. Zurzeit hat der Verein über 100 000 Euro auf der hohen Kante.

 

Einen Fortschritt erhofft sich Zöller durch die Planung von sechs Kinderhospiz-Regionen in Bayern. Die Anzahl ergibt sich aus dem errechneten Bedarf. Sechs Teams von Ehrenamtlichen sollen die Kinderpalliativ-Versorgung übernehmen. Teams in den Großstädten München, Nürnberg und Augsburg hätten den Anfang gemacht. Amberg folge, und Marktheidenfeld soll nach dem Willen des Vereins einmal das Zentrum für die hiesige Region werden.

 

Staatssekretärin Huml bezeichnete die Arbeit des Vereins als „großartig“ und zollte den Ehrenamtlichen „großen Respekt“. Das Thema Hospiz sei schon nicht einfach. „Wie mag es da erst für Familien sein, wenn Kinder sterben?“, fragte Huml. „Normalerweise sind Kinder ihre Zukunft.“ Nach dem Willen der CSU-Politikerin soll der Schwerpunkt der Kinderhospizarbeit auf der ambulanten Versorgung liegen. Dazu sollen Zuschüsse bereit gestellt werden.

 

Umso erleichterter war Huml, als Zöller anbot, dass der Verein die Finanzierung des stationären Hospizes durch das Sammeln von Spenden stemmen wolle. CSU-Bezirksrat Johannes Sitter sprang ihm allerdings bei, bevor Huml abreiste: Wenn es Fördergelder zu verteilen gebe, solle die Staatssekretärin an den Kinderhospizverein denken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

  

  

Bild: v.l.: Stefan Zöllner, Bezriskrat Johannes Sitter, Staatssekretärin Melanie Huml und CSU Kreisvorsitzender Thorsten Schwab

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. Februar 2011 um 08:21 Uhr