csu-main-spessart.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Pressemitteilungen Sorgen und Nöte der Wirtschaft kennenlernen und Verbundenheit unterstreichen

Sorgen und Nöte der Wirtschaft kennenlernen und Verbundenheit unterstreichen

Main-Spessart. „Um die Verbundenheit mit der heimischen Wirtschaft zu unterstreichen“, so CSU-Kreisvorsitzender Bürgermeister Thorsten Schwab in seiner Begrüßung und „die Firma Kirsch & Sohn als Partner des Landkreises in der Entsorgungs- und Abfallwirtschaft mit ihren Sorgen und Wünschen an die Politik kennenzulernen“, so CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Walter Höfling informierten sich CSU-Kreisvorstandschaft und Kreistagsfraktion zusammen mit der CSU-Gemünden vor Ort. Mit dabei war auch der CSU-Landtagsabgeordnete Eberhard Sinner (O-Ton: „Hier habe ich 1991 meine theoretische und praktische Grundausbildung für das Volksbegehren „Abfallwirtschaft“ gemacht) und Bezirksrat Johannes Sitter. Geschäftsführerin Tina Kirsch wies bei der Begrüßung  der CSU-Delegation darauf hin, dass „die Firma Kirsch ein schwieriges Jahr auch im privaten Bereich“ hinter sich hat. Deshalb gedachten die Christsozialen dem im vergangenen Jahr plötzlich verstorbenen Firmenchef Harald Kirsch und seiner Mutter Erika mit einer Schweigeminute. Prokurist Jürgen Steigerwald stellte dann das Leistungsspektrum der im Firmenverbund zusammengeschlossenen Entsorgungs- und Umweltfirmen, zusammen mit Thomas von der Saal vom Humuswerk Wernfeld, vor.  In der Firmengruppe werden zur Zeit 141 Menschen beschäftigt, „deren Familien wir sichere Arbeitsplätze und Existenzgrundlagen  bieten“.  Etwa 70 Fahrzeuge umfasse der aktuelle Fuhrpark. Der sparsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist neben dem Klimaschutz eine der zentralen umweltpolitischen und auch wirtschaftlichen Herausforderungen der Firma Kirsch und Sohn die sich bereits in der vierten Generation und „mit verantwortungsbewusstem Blick in die Zukunft den Herausforderungen im Bereich der professionellen Entsorgung, Wiederverwertung und Reinigung effizient stelle und dabei auf eine über 70jährige Erfahrung zurückblicken kann“.

Steigerwald ging in seiner Präsentation auch auf die jüngsten Probleme beim Winterdienst ein und bat dabei auch um Verständnis für seine Fahrer, die „das menschenmögliche tun, aber auch nicht die Sicherheit vernachlässigen dürfen“.   Thomas von der Saal, seit 1993 Geschäftsführer des Humuswerks Wernfeld, berichtete, dass die früheren Geruchsbelästigungen durch Ablaufoptimierung abgestellt wurden.  Bei seinen „Wünschen an die Politik“ beklagte Jürgen Steigerwald den Fachkräftemangel in seiner Branche, den man soweit möglich mit hauseigenen Initiativen begegnen will. Sorgen bereitet ihm die schlechte DSL-Verbindungen in Gemünden, die heute ein wichtiger Standortfaktor seien und der Zustand vieler Straßen. Deshalb forderte Kirsch den baldigen Bau der „B 26n“, weiterer Straßen und Ortsumgehungen und vor allem „der B 27 zwischen Karlstadt und Würzburg bis zur Abzweigung Stetten“.

In der Diskussion machte Fraktionsvorsitzender Höfling deutlich, dass es „die Firma Kirsch hervorragend geschafft hat, die anstehenden Probleme bei der Entsorgung zu meistern“. Dass die Erlössituation auf dem Sekundärrohstoffmarkt teilweise „sehr sprunghaft“  und während der Finanzmarktkrise bei Papier teilweise „gegen  Null“ tendierte, sei „nicht immer einfach für die Firma gewesen.“  Trotzdem habe man sich der Verpflichtung von garantierten Abnahmepreisen bei Vereinssammlungen nicht entzogen.  Auf eine entsprechende Frage von Kreisrat Elmar Kütt entgegnete Steigerwald, dass mit der Einführung der „blauen Tonne“ die früher übliche Verunreinigung der Containerstellplätze entfallen ist. Auch wenn die früher zwei Mal jährlich durchgeführte Sperrmüllabfuhr gewisse organisatorische Vorteile für das Unternehmen bot, sieht Steigerwald in der jetzigen Abholregelung mehr Vor- als Nachteile.

Kreisrat und Altbürgermeister Roland Metz stellte die Frage nach anderen „marktbeherrschenden Firmen“ im bundesweiten Entsorgungsgewerbe und befürchtete, dass durch EU-weite Ausschreibungen mit Dumpinglöhnen den heimischen mittelständischen Firmen geschadet wird.  Sein Credo lautete deshalb „Aus der Region – für die Region“. Kreisrat und CSU-MdL Eberhard Sinner verwies in seinem Beitrag auf die Notwendigkeit öffentlicher Ausschreibungen und versprach sich von der ab Mai geltenden Freizügigkeit eine Entlastung auf dem Arbeitsmarkt – allerdings zu reellen Lohnbedingungen. Dass die Firma Kirsch zwar die „gelben Säcke“ einsammelt, dafür aber mehrere andere Firmen für die Entsorgung zuständig sind, erfuhr Bürgermeister Richard Krebs auf Nachfrage. 

Thorsten Schwab und Walter Höfling bedankten sich für die ausführlichen Informationen und für die sicheren Arbeitsplatze, die die Firma zur Verfügung stellt. Sie habe sich aus kleinsten Anfängen zu einer Firma mit großer Bedeutung auf dem Umweltsektor für die Region entwickelt. Gemünden und der Landkreis könnten deshalb „stolz und zufrieden mit der Firma Kirsch sein“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 CSU-Kreistagsfraktion und Kreisvorstand bei der Firma Kisch+Sohn in Gemünden

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 25. März 2011 um 11:16 Uhr