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Start Pressemitteilungen CSU-Arbeitsgespräch mit Staatssekretär Gerhard Eck und Betriebsbesuch bei der Fa. Reith in Heugrumbach

CSU-Arbeitsgespräch mit Staatssekretär Gerhard Eck und Betriebsbesuch bei der Fa. Reith in Heugrumbach

Arnstein-Heugrumbach. Der Bayerische Innenstaatssekretär Gerhard Eck besuchte am 1. März das Forstunternehmen Reith in Heugrumbach. Neben Eck waren der Bezirkstagsabgeordnete Johannes Sitter, der Kreisvorsitzende der CSU Main-Spessart, Thorsten Schwab, sowie die Arnsteiner Bürgermeisterin Lina Plappert-Metz und viele weitere Mandatsträger und Mitglieder der Einladung gefolgt. Die Vertreter der Kommunalpolitik nutzten das regionale Arbeitsgespräch zu Fragen rund um Verkehrsprobleme ihrer Heimat. Auch das Thema Forst und die versuchte Bevormundung durch Greenpeace wurde diskutiert.

 

Der CSU-Kreisvorsitzende Thorsten Schwab meinte, es wäre interessant zu wissen wie die Leute im gesamten Landkreis über das Projekt B26n denken. Ähnlich wie bei Stuttgart 21 seien die Gegner stets lauter zu hören. Er bezeichnete den Zustand, dass die Trasse einfach in einem Acker ende, als nicht mehr tragbar.

Gerhard Eck betonte, dass die Bewohner der Dörfer im Werntal entlastet werden müssten. Der stellvertretende Landrat Manfred Goldkuhle (CSU) meinte, das Werntal ertrinke im Verkehr. Außerdem solle das Raumordnungsverfahren zur B26n ohne Verzögerung weiter verfolgt werden und auch den Weiterbau nach Karlstadt unbedingt beinhalten. Eck erwies sich als ein Befürworter einer Gesamtlösung und meinte, dass Einzelumgehungen für Dörfer werder ökologisch noch finanziell darstellbar seien. Arnsteins Bürgermeisterin Linda Plappert-Metz unterstrich die Dringlichkeit für ihre Stadt. „Wir können nicht mehr warten“, meinte die Bürgermeisterin knapp. Ohne die B26n könne sich vor allem die Innenstadt nicht weiter entwickeln. Für Arnstein sagte Eck zu, zu versuchen alle Beteiligten an einen runden Tisch zu bringen. Die schweigende Mehrheit der Befürworter der geplanten Trasse sollten sich endlich offensiver zu Wort melden, forderte Eck. Kritik gab es auch am Zustand der Staatsstraße 2299 zwischen Karbach und Zellingen. Dort sei seit 20 Jahren nichts mehr verbessert worden. Trotz erhebliche Mängel am Straßenbelag sei die Straße in der Dringlichkeit des Verkehrswegeplanes herunter gestuft worden. Eck zeigte sich auch hier als Freund großer Lösungen. So müsse der Staat generell neue Wege suchen, die einen kostengünstigeren Straßenbau ermöglichen. Ausbau statt Sanierung sei für die Staatsstraße 2299 womöglich die Lösung. Auch dürfe das Denken nicht am Hoftor aufhören. Man müsse die demografische Entwicklung auch beim Straßenbau berücksichtigen. „Junge Leute sind heute bereit, auch längere Wege zur Arbeit in Kauf zu nehmen, aber sie brauchen dafür Straßen auf denen es voran geht“, so Eck.

Sehr emotional wurde das Thema Forst und Nachhaltigkeit diskutiert. „Wir dürfen uns das nicht gefallen lassen“, forderte Eck nach den jüngsten Anstrengungen von Greenpeace, den Steigerwald zu einem Naturpark zu machen. „Da kommt eine Chaotentruppe von Hamburg oder Berlin eingeflogen“, so Eck. „Ihr dummen Steigerwälder, ihr habt sein Jahrhunderten diesen Wald bearbeitet und bewirtschaftet und das nun verdient sofort den Stempel Naturpark“, seien die Aussagen laut Eck gewesen. „Da müssen wir aufstehen und sagen, das lassen wir uns nicht mehr bieten“, forderte Eck.  Eck wünschte sich, dass auch die nachfolgenden Generationen noch den grünen Steigerwald erleben dürfen. Er sei in dieser Verfassung nur, weil er eben über Jahrhunderte so gut bewirtschaftet worden sei. Der CSU Kreisvorsitzende Thorsten Schwab verwies auf die gut funktionierenden Forsteinrichtungen und der Waldbewirtschaftung im Landkreis Main-Spessart. Lediglich ein minimaler Anteil an heimischen Holz würde nach China exportiert, so Schwab. Auch sei es bis 2030 geplant, den Landkreis Main-Spessart eigenständig mit Energie zu versorgen was den Strom und Heizungsbedarf betrifft. Gerhard Eck ging auch mit Greenpeace und der jüngsten Aktion im Spessart hart ins Gericht. „Naiver, dümmer und weltfremder kann man das doch gar nicht angehen“, kritisierte Eck. So sei es unsinnig, mit dem Maßband im Wald herum zu laufen und Bäume festzulegen die aufgrund ihres Umfangs nicht mehr geschlagen werden dürften. „Wenn sie mir heute verbieten, einen Baum mit 1,20 Meter Umfang zu schlagen, dann schlage ich ihn halt bei 1,18 Meter Umfang“, so Eck. Das Ergebnis sei am Ende, dass man überhaupt keinen Baum mehr habe, der dicker sei.

Auch für den Gastgeber Dietmar Reith fand Innenstaatssekretär Eck lobende Worte. Sein Betrieb sei ein Musterbeispiel für Unternehmertum und erfolgreichen Mittelstand. Er verwies auf das große unternehmerische Risiko und die hohe Verantwortung für die rund 30 Mitarbeiter.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 06. März 2012 um 13:56 Uhr