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Fraktionsvorsitzender Höfling: "Gefahr im Verzug: Landkreis muss sofort tätig werden"

Main-Spessart. Vom dringenden Sanierungsbedarf der Realschule Marktheidenfeld informierte sich die CSU-Kreistagsfraktion bei Direktor Dieter Schanzer. Fraktionsvorsitzender Walter Höfling fasste das Ergebnis zusammen: „Es ist Gefahr im Verzug. Die Landkreisverwaltung muss sofort tätig werden“. Dabei sollen auch die Überlegungen des Hafenlohrer Bürgermeisters Thorsten Schwab intensiv gewürdigt werden, der erneut eine Auflassung der FOS/BOS an ihrem bisherigen Standort und einen „Ringtausch“der Schulen unter Einbeziehung der „Mittelschule“ in die Diskussion einbrachte. Schwab:  „Wenn man Straßen bewertet und unter den Baulastträgern tauscht, muss das auch bei Schulen möglich sein“.

CSU-Fraktionsvorsitzender Walter Höfling hatte sich bei der Landkreisverwaltung nach dem Sachstand erkundigt und dabei erfahren, dass eigentlich schon im Frühjahr 2012 ein VOF-Verfahren gestartet werden sollte, damit man im Sommer 2012 die Planung vergeben könne. Allerdings hätte man sich dabei – angesichts chronisch leerer Kassen – schon frühzeitig auf eine Finanzierungsform festzulegen. „Hausintern wurde deshalb entschieden, zunächst auch alternative Finanzierungsformen (z.B. Public Private Partnership etc.) mit KfW- und Kommunalkrediten zu vergleichen, gab Gerhard Pülz vom Bauamt an.  Diese Ergebnisse  sollen in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt werden. Höfling will beantragen, dass diese in der Realschule Marktheidenfeld stattfindet, damit „ sich der zuständige Ausschuss selbst ein Bild von den untragbaren Zuständen machen kann“.

Realschuldirektor Dieter Schanzer schilderte den CSU-Kreisräten die Situation an seiner Schule: So leidet die im Jahr 1970 für 21 Klassen geplante Schule seit Jahren an einer extremen Raumknappheit, denn aktuell würden 807 Schülerinnen und Schüler in 29 Klassen unterrichtet, d.s. 27,8 SchülerInnen pro Klasse. Durch einen gestiegenen Bedarf an Fachräumen gingen weitere Klassenräume verloren. Der Bau von fünf Klassenräumen in den Containern habe nur eine geringe Entspannung gebracht, zwei Klassen sind weiterhin in den Räumen der ehemaligen Berufsschule ausgelagert. Davon, dass auch die mehrere Fachräume im Kellergeschoss in teilweise völlig unzumutbaren Verhältnissen ohne Tageslicht und ohne Fluchtmöglichkeiten im Ernstfall untergebracht sind, konnten sich die CSU-Räte bei einem Rundgang selbst überzeugen – und sie waren dann überzeugt, dass vieles schlimmer ist, als von Dieter Schanzer vorher geschildert.  Auch ist wegen der veralteten technischen Ausstattung kein Internetzugang in den Klassenzimmern möglich. Gleiches gilt für den Einsatz von Beamern und „Aktive-Boards“, die für einen zeitgemäßen Unterricht unabdingbar sind.

Landrats-Stellvertreter Manfred Goldkuhle und die CSU-Kreisräte Rudi Hock, Günther Metz, Horst Fuhrmann und Thorsten Schwab unterstrichen in ihren Diskussionsbeiträgen die dringend notwendigen Sanierungen und Paul Diener stellte fest, dass „offensichtlich seit seinem Besuch der Schule die Zeit stehen geblieben ist. Der Ausbauzustand ist derselbe – nur die Substanz ist verbraucht.“ Und Thorsten Schwab, auch ein ehemaliger Absolvent der Schule, regte an, dass „man bei den anstehenden Sanierungen an allen Schulen auch an die künftigen veränderten Schülerströme denken solle“. Zusammen mit der Stadt Marktheidenfeld solle deshalb im Herbst noch ein Konsens gefunden werden.

Die CSU-Fraktion war sich mit Direktor Dieter Schanzer einig, dass „alles für den prosperierenden Schulstandort Marktheidenfeld“ getan werden müsse, um diesen für die örtliche Wirtschaft attraktiv und zukunftsfähig zu halten. Dass die Stadt Marktheidenfeld und ihre Vereine auch keinen größeren Veranstaltungsraum als die Realschul-Aula besitzen – und die ist wegen Brandschutzauflagen auch nur noch reduziert nutzbar  -  ist eine weitere Nuance des Problems.

Um dieses Problem will sich die CSU-Fraktion verstärkt kümmern und mit Nachdruck die Umsetzung des Kreistagsbeschlusses vom November 2011 einfordern denn, so Vorsitzender Höfling, „Wenn es brennt, ist der Teufel los“ und in Kenntnis der Fakten könne man nicht mehr einfach wegschauen.