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"Großer Bahnhof" bei CSU-Bürgerreise in Magdeburg

Bischbrunn. „Großer Bahnhof“ für die Teilnehmer der 19. Bürgerreise der CSU Bischbrunn-Oberndorf in Magdeburg, die sicher im gewissen Sinne „Exoten“ sind. Seit Jahren reisen rund 100 Teilnehmer in die „Neuen Bundesländer“ um Land und Leute, Kultur, Politik und Sehenswürdigkeiten kennenzulernen. So empfing Landtagspräsident a.D. Dieter Steinecke, MdL, die Gäste aus dem Spessart im Landtag von Sachsen-Anhalt und bot ihnen eine Lehrstunde der Deutschen Einheit. Mit dem Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion Wigbert Schwenke, MdL, dem Kämmerer Klaus Zimmermann (Beigeordneter) der Stadt Magdeburg als Vertreter des Oberbürgermeister und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und Welt-FIFA—Schiedsrichter des Jahres 1998, Stadtrat Bernd Heynemann, hatte die Magdeburger CDU alles aufgeboten, was „Rang und Namen“ hat. Aber auch die beiden Reiseleiter, Ehrenstadtrat Eberhard Seifert und Jochen Klapperstückhatten als langjähriger Stadtrat bzw. Leiter des Städtischen Steueramtes ein überdurchschnittliches Wissen und gaben dies gerne an die „Bürgerreisenden“ weiter.  Kein Wunder,   dass nicht nur der CSU-Ortsvorsitzende Richard Krebs ein überaus zufriedenes Resümee zog, sondern auch Alle im nächsten Jahr dabei sein wollen, wenn es heißt: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin…..

Mit einer guten Mischung aus Politik, Sport und Kultur war dem Organisator Bürgermeister Richard Krebs wieder ein Volltreffer gelungen. Bereits bei der Anreise wurde die Rosenstadt Sangerhausen mit dem „Europa-Rosarium“ besucht. Auf dem 15 ha großen Gelände wird gezüchtet und gezeigt, was die 60.000 Rosen alles hergeben. Das „Rosarium“ besitzt die größte Rosensammlung der Welt.

 

Die aktuelle deutsch-deutsche Politik mit Transferleistungen, Solidaritätszuschlag und die Finanzpolitik insgesamt waren Gesprächsthema der von Eberhard Seifert und Richard Krebs moderierten Veranstaltung mit der CDU Magdeburg im Ramada-Hotel. CDU-Fraktionsvorsitzender Wigbert Schwenke, MdL, stellte seine Stadt vor und informierte über die aktuellen Vorhaben der Stadt, in der die SPD den Oberbürgermeister und die CDU den Bürgermeister stellt. Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt hatte einst über 300.000 Einwohner und ist trotz demografischer Entwicklung wieder auf dem „aufsteigenden Ast“, denn die Bevölkerungszahlen steigen wieder an. Dass in Magdeburg das Politik machen auch überwiegend mit Geld verbunden ist, konnte man den Ausführungen von Stadtkämmerer Klaus Zimmermann entnehmen. Nicht ohne Stolz vermeldete er die gemeinsamen Bemühungen im Stadtrat, mit den eingehenden Geldern sparsam und sinnvoll umzugehen. Alle Redner räumten ein, dass die Zeiten nach 1990 schmerzhaft, aber notwendig waren, um die Wirtschaft den Erfordernissen der Weltwirtschaft anzupassen.  Mit berechtigtem Stolz verwiesen sie darauf, dass ihnen dieser Schritt gut gelungen ist, während z.B. die rot-grüne Regierung in Nordrhein-Westfalen den Strukturwandel nicht geschafft hat und stattdessen immer weiter in die Schuldenfalle tappt.Magdeburg hat nach ihrer Meinung den Wechsel von der industriell geprägten Stadt zu einer Verwaltungs- und Universitätsstadt gut gemeistert.

Dass das Thema Sport und Sportförderung bei dem ehemaligen FIFA-Weltschiedsrichter Bernd Heynemann im Vordergrund stand, war durchaus verständlich. Wenige Tage nach Olympia 2012 erläuterte er  die Sportförderung in der ehemaligen DDR und der heutigen Bundesrepublik und hielt auch mit seiner Bewertung nach Einführung des elektronischen Torrichters im Fußball nicht hinter dem Berg. Dass in der Diskussion auch das „Sparwasser-Tor“ von der Fußball-WM 1974 in Hamburg mit dem legendären Sieg der DDR-Auswahl und dem Sieg der westdeutschen Elf im Finale ebenso auflebten, wie das Wembley-Tor von 1986, ist selbstverständlich. Bereitwillig stand Bernd Heynemann für Erinnerungsfotos zur Verfügung und signierte sein Buch „Momente der Entscheidung“.

Eine Lehrstunde der „Deutschen Einheit“ bot Landtagspräsident a.D. Dieter Steinecke, MdL,  beim Besuch im Landtag von Sachsen-Anhalt. Als „Mann der Wende“ und Beigeordneter (Bürgermeister) von 1990 bis 1994 berichtete er sehr eindrucksvoll von den Zeiten des friedlichen Machtwechsels („Wenn die D-Mark nicht zu uns kommt, gehen wir zur D-Mark“). Sehr beklemmend waren seine Ausführungen,  wie er mit dem Oberbürgermeister und sehr gemischten Gefühlen das Rathaus betrat und dort auf Mitarbeiter traf, die ebenso verunsichert waren, was künftig mit ihnen passiert. Sein Fazit: Machen wir gemeinsam weiter mit „Einigkeit und Recht und Freiheit…..“, denn es gibt kein größeres Gut für die Menschen in unserem Land.

Nach dem politischen Teil der Bürgerreise standeneine Stadtrundfahrt und eine Sonderfahrt mit der historischen Harzer Schmalspurbahn zum Brocken auf dem Programm. Sehr viel Eindruck hinterließen die Anzeigetafeln auf der gesamten Strecke, die die Sonderfahrt für die CSU Bischbrunn ankündigten. Viele Erinnerungsfotos wurden vom Zug selbst, aber auch von den Teilnehmern geschossen, sodass der in Nebel gehüllte Brocken eigentlich Nebensache war.

Wie stolz die „Machteburger“ auf ihre Otto-Stadt sind, konnte man bei der Stadtführung immer wieder erleben. Nicht nur Kaiser Otto I. hat die Stadt an der Elbe geprägt, sondern auch Bürgermeister Otto von Guerickeals Erfinder und Ratsherr. Wie bedeutend der Magdeburger Dom, der älter als der Kölner Dom ist, und welche Historie damit verbunden ist, erfuhren die Spessarter bei einer Domführung.

Wie bedeutend das Projekt Nr. 17 der Deutschen Einheit ist, erfuhren die Christ-Sozialen bei einer mehrstündigen Schifffahrt auf der Elbe zum größten europäischen Wasserstraßenkreuz. Durch mehrere Schleusen und über den Mittellandkanal und die „Trogbrücke“fuhrdie „Sachsen-Anhalt“  die „große Acht“bis sie wieder den Heimweg auf der Elbe nach Magdeburg antreten konnte.

Eine Erfolgsgeschichte der ostdeutschen Wirtschaft ist die „Rotkäppchen“-Sektkellerei in Freyberg. Sie bildete den Abschluss der fünftägigen Informationsfahrt. Klar, dass nach der Werks- und Kellerführung auch eine Verkostung des großartigen Produkts gereicht wurde und fleißig für den privaten Gebrauch eingekauft wurde.

Bei der traditionellen Schlußrast im „Wittelsbacher Hof“ in Hollfeld bedankten sich die beiden Reiseleiter Richard Krebs und Winfried Schwab bei den Teilnehmern. Die Bürgerreisen sollen, so Richard Krebs, sein Beitrag zur Deutschen Einheitsein, damit „zusammenwächst, was zusammen gehört“. Sie luden für das kommende Jahr ein, wenn es zur Jubiläumsreise heißt: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“. Klar, dass dafür wieder ein interessantes Programm vorbereitet wird.

 

Weitere Fotos siehe hier.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 09. September 2012 um 08:42 Uhr