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Schwab und Sitter nominiert

Main-Spessart. Wenn die Legislaturperiode im kommenden Jahr zu Ende geht, hat der Lohrer Eberhard Sinner den Kreis 27 Jahre lang im Landtag vertreten. Nach dem Willen der CSU soll ihn der Hafenlohrer Bürgermeister Thorsten Schwab beerben. Die Delegierten aus den CSU-Ortsverbänden nominierten ihn am Donnerstag mit 98,5 Prozent der Stimmen. Mit Johannes Sitter (Gräfendorf) für den Bezirkstag setzt die CSU auf Kontinuität.

 

Ein Resümee über seine Zeit im Landtag wollte Sinner in der Versammlung in Wombach noch nicht ziehen. Schließlich bleibe er bis zum Ende der Legislaturperiode im Herbst 2013 im Amt, »da bleibt noch genügend Gelegenheit«.
Sinner warnte seine Partei davor, den zurzeit guten Umfragewerten zu vertrauen. Sie seien wie Parfüm: Man dürfe daran riechen, aber nicht davon »besoffen werden«. Die Ausgangsposition für die CSU sei gut, »aber wir müssen kämpfen«.
Die aktuellen politischen Themen handelte der Politprofi routiniert ab. Bayern ist nach seinen Worten das »einzige Land, das in der Lage ist, Schulden zu tilgen«. Damit sei der Freistaat dort, »wo andere in Deutschland und anderswo erst hinwollen«. Der Landeshaushalt sei »nicht auf Kosten der Kommunen saniert worden«, beteuerte der Landtagsabgeordnete.
Die B 26 n durch den Kreis kann er sich als dreispurige Straße vorstellen, »es muss keine vierspurige Autobahn werden«. Entscheidend sei, dass die Straße nach Karlstadt weitergebaut werde. Im Werntal gehe der Verkehr mitten durch die Dörfer. »Es ist ein Unterschied, ob die Laster an mir vorbeibrausen und das Haus wackelt oder ob sie in einigem Abstand vorbeifahren«, meinte Sinner.
Bezirksrat Johannes Sitter sagte, nach dem »Wahldesaster von 2008« seien in der Partei Veränderungen nötig gewesen. Es sei gelungen, Vertrauen zurückzugewinnen. So habe er regelmäßig den Kontakt zu Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gesucht, für die der Bezirk zuständig sei. Aus anfänglicher Skepsis sei ein »freundschaftliches Verhältnis« geworden. Für die Bezirkstagsarbeit und die CSU fahre er im Jahr 5000 Kilometer. »Näher am Menschen ist immer möglich, das will ich noch einmal fünf Jahre machen«, so Sitter. Er wolle sich »besonders für die Schwächsten in unserer Gesellschaft einsetzen«.
Thorsten Schwab widmete sich in seiner Vorstellungsrede vor allem den politischen Gegnern. Den Piraten hielt er vor, sie hätten kein zusammenhängendes Programm und handelten widersprüchlich. Sie seien eigentlich gegen Urheberrechte, aber dann dafür, wenn es um eigene Bücher gehe.
Die Freien Wähler sind nach Schwabs Einschätzung mit dem Einzug in den Landtag 2008 »zur Partei geworden«. Deren Abgeordneten Günther Felbinger aus Langenprozelten warf er vor, er stehe für »Quantität der Pressemitteilungen statt Qualität«. Als Beispiel nannte er Felbingers Behauptung, 21 Kommunen oder Ortsteile im Kreis hätten noch keinen schnellen Internetanschluss. Das sei nachweislich falsch. So sind in Felbingers Liste Gemeinden (wie z.B. Aschfeld, Altfeld, Hausen und Windheim) aufgeführt die eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 50 Mbit bereits haben. Außerdem sind in den meisten Kommunen die Planungen soweit fortgeschritten, dass in Kürze der Ausbau beginnen kann.
Eberhard Sinner schlug seinen potenziellen Nachfolger selbst vor. Thorsten Schwab habe die Kommunalpolitik »von der Pike auf gelernt«. Mit Blick auf Schwabs Sohn scherzte er, der Hafenlohrer Bürgermeister habe zudem »bewiesen, dass er Dinge macht, die Hand und Fuß haben«. Weitere Vorschläge gab es nicht. Die Abstimmung war eine klare Angelegenheit für Schwab. Von den 131 gültigen Stimmen erhielt er 129, zwei Stimmzettel lauteten auf Nein. Von Sinner bekam er eine Messlatte geschenkt.
Auch bei der Abstimmung über den Direktkandidaten aus dem Kreis für den Bezirkstag, der am selben Tag wie der Landtagsabgeordnete gewählt wird, gab es nur einen Kandidaten. Schwab schlug Johannes Sitter vor, der in seinem Amt in den vergangenen Jahren »eifrig unterwegs« gewesen sei. Der Amtsinhaber bekam 127 von 130 gültigen Stimmen, drei Delegierte votierten gegen ihn.