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CSU-Bezirksrat Johannes Sitter: Bezirkstagarbeit ist lebendige Sozial- und Kulturarbeit

Karlstadt-Wiesenfeld  Der Bezirk leistet viel für hilfebedürftige Menschen. Das hat aber auch seinen Preis, sagte Bezirksrat Johannes Sitter, Gräfendorf  bei der CSU Versammlung in Wiesenfeld. CSU-Ortsvorsitzender und 3. Bürgermeister Theo Dittmeier moderierte die Informationsveranstaltung im Gasthaus Schaub. Mit 296 Millionen ist der Sozialhaushalt der größte Einnahme- und Ausgabenbereich. Gefördert, beraten und geholfen werden in erster Linie Menschen mit geistigen, körperlichen und seelischen Behinderungen in Kindergärten, Schulen, Werkstätten und Wohnheimen. Aber auch alte und kranke Menschen erfahren Hilfe, wenn Einkommen und Vermögen nicht für einen Platz im Seniorenheim oder für eine Behandlung im Krankheitsfall ausreichen. Insgesamt 533 Millionen wurden für die Bezirksaufgaben 2011 ausgegeben. 3000 Menschen arbeiten in seinen Krankenhäuser, sozialen Einrichtungen und in der Bezirksverwaltung. Der Bezirk ist Teil der kommunalen Familie, bestehend aus den Gemeinden, Städten und Landkreisen und will nicht mit der Regierung von Unterfranken verwechselt werden, sagte Bezirksrat Johannes Sitter.

Der Bezirk hat keine eigenen Einnahmen. Das sorgt jährlich bei den Haushaltsberatungen  zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Bezirk und den Landkreisen, wusste Sitter zu berichten. Der Bezirk Unterfranken finanziert sich aus den Eigenmitteln der Nutzer der sozialen Dienstleistungen, Finanzzuschüssen des Freistaates Bayern an die Kommunen und durch die Bezirksumlage. Die staatlichen Finanzzuschüsse verteilen die Städte; Gemeinden, Landkreise und Bezirke in eigener Verantwortung. Reichen die von der kommunalen Familie bereitgestellten Finanzzuschüsse nicht aus, legt der Bezirk die ungedeckten Kosten auf die Landkreise um. Die staatlichen Zuschüsse und Umlage schaffen die Grundlagen für gleichwertige Lebensverhältnisse und Zukunftschancen, besonders für die hilfebedürftigen Menschen in Unterfranken.

Die wichtigste Säule ist die soziale Arbeit

An Hand einer Power-Point-Präsentation verdeutliche Sitter die einzelnen Schwerpunkte. Die soziale Arbeit ist die wichtigste Säule der Bezirkstagarbeit. Neben den 296 Millionen für die Eingliederungshilfe werden 191 Millionen für die Krankenhäuser und Heime ausgegeben. Krankenhäuser und Heime sind betriebswirtschaftliche Einrichtungen. Darauf hat der Bezirk schon vor Jahren reagiert. Heute schreiben die Bezirkskrankenhäuser in Lohr, Werneck, Münnerstadt und Würzburg schwarze Zahlen. Nicht auszudenken, wenn der Bezirk sich Verluste leisten würde, meinte Sitter. Das Geschrei von SPD, Grüne und Freien Wähler wäre riesen groß. In der Stadt Lohr ist die größte Bezirkseinrichtung in Unterfranken, sagte Sitter. Sie bietet 1000 Arbeitsplätze und ist mit einer der größten Arbeitgeber im Landkreis Main-Spessart.

Zu den Herausforderungen der Zukunft gehören die Inklusion und die Suche nach gut ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften. Wie bei allen anderen kommunalen Ebenen müsse sich der Bezirk zunehmend mit dem demographischen Wandel auseinandersetzen. Die Inklusion als Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am alltäglichen Leben ist auf dem Weg. Aber eine große Wegstrecke liegt noch vor uns, meinte Sitter.

Der Bildungsbereich und die Kulturarbeit

Im Bildungsbereich macht der Bezirk Angebote in den Bereichen Diagnostik, Beratung, Erziehung, Bildung,  Therapie und Rehabilitation für gehörlose Menschen in der Dr.-Karl Kroiß-Schule in Würzburg. Andere schulische Einrichtungen sind die Musikakademie Hammelburg, die Berufsfachschule für Musik, Bad Königshofen oder die Meisterschule für das Schreinerhandwerk in Ebern. Für die Bildungs- und Schuleinrichtungen des Bezirks werden 6,9 Mill. ausgegeben, sagte Sitter. Fischer und Winzer erhalten fachliche Beratung und gefördert wird die Jugendarbeit, der Jugendaustausch zwischen Frankreich, Italien und Polen, sowie die Partnerschaft zwischen Calvados und Unterfranken.

Das größte Aushängeschild der unterfränkischen Kulturarbeit und Denkmalschutz ist das Freilandmuseum in Fladungen und das Museum im Schloss Aschach. Unterstützung erfahren verschiedene Museen in Unterfranken, die Trachten-, Musikvereine und Chorvereinigungen. Im Landkreis Main-Spessart profitieren die ScherenburgfestspieleGemünden und die Spessartgrotte in Langenprozelten von den Leistungen der Kulturstiftung.

Ich bin beeindruckt von den Leistungen und Aufgaben des Bezirks, sagte CSU Ortsvorsitzender Theo Dittmaier.  Sein Fazit und das der Teilnehmer: Der der Bezirk leistet viel, besonders für hilfebedürftige Menschen. Soziale Hilfe aber hat auch seinen Preis.