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Thorsten Schwab: „Bildung ist Megathema der CSU Main-Spessart“

Main-Spessart. Mit Bayerns Kultus-Staatssekretär Dr. Marcel Huber will die CSU-Main-Spessart im Herbst über die „Zukunft der Bayerischen Bildungspolitik“ diskutieren, informierte CSU-Kreisvorsitzender Thorsten Schwab (Hafenlohr) in der CSU-Ortsvorsitzendenkonferenz im Pfarrheim Wiesenfeld.

Die Bildungspolitik ist das aktuelle „Megathema“ und beschäftigt Politiker, Eltern und Lehrkräfte zum Ende des Schuljahres und vor dem Schuljahreswechsel gleichermaßen.

Dass hier bald eine Beruhigung eintritt, hofft der CSU-Kreisvorsitzende, denn „konservativ heißt auch verlässlich sein“.

 "Die neue Mittelschule erfährt in Gemeinden und Städten eine hohe Akzeptanz  und biete ein erweitertes Bildungsangebot für unsere Schüler", zieht der CSU-Abgeordnete Eberhard Sinner eine positive Zwischenbilanz über die Vereinbarungen von Schulen und Sachaufwandsträgern. Fast zwei Drittel der Hauptschulen werden zum Schuljahr 2010/2011 allein oder im Schulverbund zu "Mittelschulen", auch wenn einige Schulen, wie Kreuzwertheim und Frammersbach, diese im kommenden Schuljahr noch nicht umsetzen wollen.

 

"Im neuen Schuljahr können Hauptschulen den Status einer „Mittelschule“ erreichen und ihren Schülerinnen und Schülern ein umfassendes qualifiziertes Bildungsangebot unterbreiten“,  ist Sinner überzeugt. Dazu gehören: Ganztagsangebote, der Mittlere Bildungsabschluss, drei berufsorientierende Zweige, eine Kooperation mit der regionalen Wirtschaft. Dies ist das Ergebnis von rund 80 Dialogforen, bei denen erstmals alle Beteiligten Alternativen zur Schulentwicklung in ihrer Region diskutiert haben. Der Schulverbund diene als Instrument zum Erhalt möglichst vieler kleiner Schulstandorte, die durch die demographische Entwicklung und das Übertrittsverhalten in weiterführende Schulen gefährdet sind.

Nachdem die Schulreformen der vergangenen Jahre, wie achtjähriges Gymnasium (G 8) und sechsjährige Realschule (R 6) in der Planungsphase bei vielen Beteiligten subjektiv  das Gefühl des „Übergestülpten“ hervor gerufen hatte, gab es jetzt bei der neuen Mittelschule mehr Dialog und Teilhabe. Der CSU-Landtagsabgeordnete Eberhard Sinner verwies darauf, dass Eltern ihren Willen auch „per Gericht“ versuchen durchzusetzen, wie im vergangenen Jahr in Partenstein geschehen, wenn ihnen „vor Ort“ die vermeintlich besten Bildungsangebote verwehrt bleiben. Die beste Bildung für Kinder soll so ortsnah wie möglich angeboten werden. Mit den vielerorts bereits eingeführten „jahrgangskombinierten Klassen“ werde das Ziel einer „flexiblen Grundschule“ bis in die fünfte Jahrgangsstufe angestrebt. Sinner: „Erst sind die Eltern skeptisch, dann davon überzeugt und fordern sie die jahrgangskombinierten Klassen“, berichtete er von seinen Erfahrungen. Auch der Bürgerentscheid in Hamburg habe gezeigt, dass flexible Grundschulen besser als 6 Jahre gemeinsames Lernen ist, was zu Lasten der Kinder gehe, die dann im Gymnasium oder in der Realschule noch weniger Zeit hätten.

 

Dass die neue zur „Mittelschule“ weiter entwickelte Hauptschule noch nicht überall „angekommen“ ist, zeigten die Wortmeldungen von Bürgermeister Horst Fuhrmann (Kreuzwertheim) und der Retzbacher CSU-Ortsvorsitzenden Barbara Gehrig. Während sie den Eindruck hatten, dass die im April angesetzten „Dialogforen“ mehr ein „Anhörungsverfahren“ gewesen seien, widersprachen ihnen Bürgermeister Richard Krebs (Bischbrunn) und Bezirksrat Johannes Sitter (Gräfendorf). In mehreren Konferenzen seien unter Einbeziehung des Kultusministeriums, der Regierungspräsidenten und des Gemeindetages die Möglichkeiten der neuen Mittelschule aufgezeigt worden. Angesichts der demografischen Entwicklung und der vorgelegten Schülerprognosen gebe es leider für viele ländliche Hauptschulen keine Bestandsgarantie. Sitter forderte „zu zuhören und das verlorene Vertrauen wieder zu gewinnen“. Der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzenden Alexander Hoffmann, Marktgemeinderat in Zellingen, bat den eingeleiteten Dialog noch nicht abzuschließen, „sondern nach der örtlich besten Lösung zu ringen“. Altbürgermeister Walter Sachs (Aura) verstand diese kontroverse Diskussion nicht. Für ihn ist die bayerische Bildungspolitik „spitze“, denn „sie bringt seit Jahren die besten schulischen Leistungen“. Er forderte deshalb die „Schule nicht ständig schlecht zu reden und ihre Leistungen anzuerkennen“.