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Das Ziel ist der mündige Patient

Anja Weisgerber zu Gast bei der Senioren-Union Main-Spessart

 

Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung in Europa und die aktuelle Europapolitik waren die Themen, über die die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber, CSU, zusammen mit den Teilnehmern der Informationsveranstaltung der Senioren-Union Main-Spessart diskutierte. Neben den Mitgliedern der Senioren-Union waren auch viele Damen der Frauen-Union der Einladung ins Hotel Mainpromenade in Karlstadt gefolgt. Roland Metz, Kreisvorsitzender  der Senioren-Union Main Spessart, begrüßte die über 50 Zuhörer unter denen sich auch Alfred Biehle, MdB a. D. und Ehrenvorsitzender der CSU Main-Spessart, Linda Plappert-Metz, Kreisvorsitzende der Frauen-Union Main-Spessart, sowie die Ortsvorsitzenden der Frauen-Union und der Senioren-Union, Irene Maier und Bernhard Maier, befanden.

In Ihrem Vortrag informierte die gesundheitspolitische Sprecherin der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Dr. Anja Weisgerber, die Zuhörer über aktuelle Gesetzesvorhaben im Gesundheitsbereich auf europäischer Ebene. Obwohl­­ die Kompetenz in der Gesundheitspolitik grundsätzlich Sache der Mitgliedstaaten sei, erfordere der Bereich Gesundheit grenzüberschreitendes Handeln auf europäischer Ebene.

Ein derzeit im Europäischen Parlament diskutiertes Thema in diesem Bereich ist die Patienteninformation. “Patienten müssen ein Recht auf unabhängige Informationen über verschreibungspflichtige Arzneimittel haben”, erklärte Weisgerber ihren Ansatz für bessere Verbraucherinformation über verschreibungspflichtige Arzneimittel. “Ziel ist der mündige Patient.”

Kernstück des Vorhabens ist die Einführung nationaler Gesundheitsportale im Internet. „So haben Patienten die Möglichkeit, sich unabhängig zu informieren oder einfach noch einmal einen Blick in den Beipackzettel zu werfen, falls sie diesen verloren haben.“ Langfristiges Ziel sei die Entwicklung einer Gesundheitsplattform, die neben dem Beipackzettel auch Informationen über Krankheiten und nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden enthält.

Ein weiteres Anliegen ist die Verbesserung des Beipackzettels. „Beipackzettel sind oft schlecht verständlich und schwer lesbar. Das sollten wir ändern und ihn patientenfreundlicher gestalten. Insbesondere die Patientenorganisationen sollten bei der Erstellung stärker einbezogen werden, denn sie wissen am besten, welche Bedürfnisse Patienten haben“, so Anja Weisgerber abschließend.

 

In der anschließenden Diskussion waren die unterschiedlichen Preise für Medikamente innerhalb der Europäischen Union ein Thema. Die Europaabgeordnete erklärte, dass sich das Europäische Parlament diesem Problem annimmt. Als erster Schritt wird zunächst eine Studie in Auftrag gegeben, die den Sachverhalt untersuchen soll. „Das langfristige Ziel soll die europaweite Vereinheitlichung der Preise für Medikamente sein“, so Weisgerber. „Dafür werde ich mich einsetzen.“

Auch die Arzneimittelfälschung wurde angesprochen. Der grenzüberschreitende Handel von Medikamenten innerhalb der Europäischen Union öffnet auch Betrügern die Türen. „In den letzten Jahren ist ein besorgniserregender Anstieg von Fälschungen festzustellen“, erklärte Weisgerber. „Bei bestimmten Arzneimitteln können Fälschungen sogar lebensgefährlich werden. Dem wollen wir auf europäischer Ebene einen Riegel vorschieben!“ Dies soll beispielsweise durch Sicherheitsmerkmale auf den Medikamenten gewährleistet werden, die die Rückverfolgbarkeit vom Hersteller bis zur Apotheke sicherstellen sollen.

Kurt Droßel, Vorsitzender der Senioren-Union Arnstein, Irene Maier, Ortsvorsitzende der Frauen-Union Karlstadt, Dr. Anja Weisgerber, MdEP, Roland Metz, Kreisvorsitzender der Senioren-Union Main-Spessart, Bernhard Maier, Ortsvorsitzender der Senioren-Union Karlstadt.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. September 2010 um 10:52 Uhr