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MdL Sinner fordert: Schnellstmögliche Einleitung des Raumordnungsverfahrens für die B 26 n

Main-Spessart.  Bei einer öffentlichen Versammlung der CSU in Wiesenfeld forderte der CSU-Landtagsabgeordnete Eberhard Sinner, schnellstmöglich das Rauordnungsverfahren als nächste Stufe für den geplanten Bau der „B 26 n“ einzuleiten. Diese Straße

beschäftige die Bürger entlang der in der Umweltverträglichkeitsprüfung ausgewiesenen Trasse schon viele Jahre. Befürchtungen und Hoffnungen lägen nahe beieinander und müssten in Einlang gebracht werden.

Der CSU-Vorsitzende von Wiesenfeld und Dritte Bürgermeister Karlstadts, Theo Dittmaier, verwies auf die notwendige Verkehrsentlastung von Stadtteilen durch die neue Straße. Kreisrat Rudi Hock, Zweiter Bürgermeister der Gemeinde Steinfeld und Mitglied der

Interessengemeinschaft „pro B 26 n“ machte die wirtschaftliche Bedeutung der Strecke für die gesamte Region deutlich. Die Verkehrssituation Richtung Osten bis zur A3 bezeichnete er als katastrophal. Die von der Industrie produzierten Waren müssten effizienter an ihre

Bestimmungsorte gelangen können, insbesondere für die Zukunft ein entscheidender Faktor zur wirtschaftlichen Stärkung und Weiterentwicklung der Region und darüber hinaus letztlich auch zur Sicherung der Arbeitsplätze.

MdL Sinner brachte in Erinnerung, dass führende Industrielle unserer Region, darunter auch Dr. Dieter, der frühere Vorstandsvorsitzende von Rexroth, seit langem eine bessere Autobahnanbindung zur A3 sowie zur A7 gefordert hätten. Während die Anbindung von Lohr über die Staatsstraße 2315 mit ihren Ortsumgehungen im Maintal und dem „Aufstieg“

bei Marktheidenfeld weitgehend fertig gestellt sei, würden die Orte im Werntal sowie die Industrie Main-Spessarts weiterhin auf eine Verkehrsentlastung bzw. Verbesserung der Verkehrssituation warten. Hinsichtlich der Forderungen nach einer Neuplanung der Trasse der B 26 n führte Eberhard Sinner aus, dass die bestehende Planung nach den verbindlichen Vorgaben und Kriterien der Schutzgüter Mensch, Tier und Pflanze erstellt worden sei und deshalb eine neue Trassenplanung keinen Sinn mehr mache. Ortsumgehungen für die Orte im Werntal an Stelle der sog. „Höhentrasse“, wie sie vor allem von Gegnern der B 26 n gefordert werden, seien wegen des Eingriffs in sensible Landschaftsbereiche und Wasserschutzgebiete nicht umsetzbar: „Wer jetzt auf die Einleitung des Raumordnungsverfahrens verzichtet, gibt ein Projekt mit einem Volumen von nahezu 500 Millionen Euro preis.“ Alle jetzt ins Gespräch gebrachten Lösungen für Ortsumgehungen im Werntal seien bereits in der Vergangenheit diskutiert und wieder verworfen worden und hätten keine Verankerung im Bundesverkehrswegeplan. „Mir ist klar, dass auch der Zubringer nach Lohr in einer Größenordnung von 35 Millionen in dieses Projekt integriert werden muss, um für das Raumordnungsverfahren die Erschließungsfunktion im Landkreis Main-Spessart ausreichend nachzuweisen.“ Die Finanzierung dieses Zubringers werde nach Aussage von

MdL Sinner zurzeit verhandelt und in Kürze zu einem Ergebnis gebracht. Im bevorstehenden Raumordnungsverfahren würden die Stellungnahmen der betroffenen Kommunen eingeholt, wobei diese Veränderungen u.a. an der Trassenführung, Verbesserungen von Lärmschutzmaßnahmen und weiteres verlangen können.

 

In der Diskussion äußerten sich Wiesenfelder Versammlungsteilnehmer zum Thema einer Ortsumgehung Wiesenfelds dahingehend, dass der Ort insbesondere durch seine Lage auf der Verkehrsachse Schweinfurt bzw. Würzburg – Aschaffenburg (St 2435) täglich mit rd. 7 000 Kraftfahrzeugen belastet sei. Hiervon träfe ein hoher Anteil auf den Schwerlastverkehr, welcher nicht nur die heimische Wirtschaft zum Ziel habe, sondern gezielt das Autobahnnetz meide und seine Fahrtstrecke abkürze. Die Lebensqualität im Ort, insbesondere an der Ortsdurchfahrt, leide immens und gehe gegen Null. Zunehmende Leerstände im Ortskern seien ein Beleg hierfür.

Eine Ortsumgehung für Wiesenfeld stehe im Ausbauplan für Staatsstraßen in Bayern seit einigen Jahren in der 1. Dringlichkeitsstufe. Vom Straßenbauamt wurde der Stadt Karlstadt angeboten, die Straße im Rahmen einer „Kommunalen Sonderbaulast“ zu bauen, was jedoch infolge des sehr hohen Kostenanteils für Karlstadt schwer zu finanzieren sei. Hierzu regte MdL Sinner zu Überlegungen an, inwieweit neben Landesmitteln sowie  Finanzmitteln der Stadt Karlstadt auch Gelder aus der Europäischen Union zum Bau der Ortsumgehung für Wiesenfeld zu erreichen möglich sein könnten. Stadtrat Dittmaier erklärt ergänzend zur Thematik Ortsumgehung, dass vom Stadtrat eine für die Planung einer möglichen und vom Straßenbauamt bereits skizzierten Trasse nötige Erhebung im Flora- und Faunabereich in Auftrag gegeben wurde.