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Schwab: "Künftige Schullandschaft braucht Visionen"

Main-Spessart. Dass die Situation bei diesem Szenario nicht einfach ist, machten die diversen Wortmeldungen bei der Fraktionssitzung der Kreis-CSU in Marktheidenfeld deutlich: Für Bürgermeister und Kreisrat Thorsten Schwab sind „angesichts von 60 Millionen Schulden und 45 Millionen Investitionsbedarf alleine für Marktheidenfeld Visionen für die nächsten 20 Jahre notwendig“. Dabei gelte es auch mögliche Veränderungen in der künftigen Schullandschaft zu berücksichtigen. Dabei dachte Schwab auch an die Einbeziehung der Mittelschule (früher Hauptschule) in diese Überlegungen. Eine schnelle Verlegung der Alten- und Krankenpflegeschule an das Klinikum Marktheidenfeld würde eine gewisse Entlastung bringen, waren sich alle Diskussionsredner ein.

 

Für Marktheidenfels zweiten Bürgermeister und Kreisrat Manfred Stamm ist es „eine Illusion, alles auf einmal zu machen“. Er forderte eine schnelle Verlegung der Alten- und Krankenpflegeschule „in Richtung Krankenhaus“, um Luft zu schaffen. „Ein Signal muss kommen“, so Stamm. Klinikchef Ottmar Kliegl bestätigte, dass es in seiner Einrichtung „schon lange Überlegungen in diese Richtung gibt“. Er bezifferte die Kostenfrage auf 1,0 bis 1,3 Millionen Euro und wies darauf hin, dass noch eine mögliche staatliche Förderung zu klären sei. Aus technischer Sicht sieht Dipl.-Ing. Gerhard Pülz, Leiter der Kreisbauabteilung, „günstige Möglichkeiten bei der Mitnutzung der Haustechnik des Klinikums“.

 

Auch für FOS/BOS-Chef Karl Fuchs wäre dies ein erster Schritt, um Platz für seine Einrichtung zu schaffen. Mit Blick auf die bisher vorgelegten Pläne und die drohende Enge bei einem Umzug an die Oberländer Straße meinte Fuchs: „Wir wollen am Standort bleiben, brauchen aber ein langfristiges Konzept“. Außerdem wies er darauf hin, dass für die gesamten Sanierungsmaßnamen eine „Umzugsschule“ notwendig sei, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.

Angesichts der genannten Projekte und der damit verbunden Kosten von rund 45 Millionen Euro aus heutiger Sicht forderte CSU-Stadtratsfraktionsvorsitzender Helmut Adam eine „Prioritätenliste“ für die nächsten 10 bis 15 Jahre. „Was die Schulleiter sagen, ist heftig“ entfuhr es der Arnsteiner Bürgermeisterin Linda Plappert-Metz. Für sie ist es angesichts der vielen Probleme des Landkreises nicht einfach, den Zustand bald zu lösen. Sie bat deshalb angesichts leerer Kassen auch leerstehende Schulhäuser in der Umgebung in die Überlegungen mit einzubeziehen und forderte ebenfalls eine Prioritätenliste.

 

Auch Steinfelds Bürgermeister und Kreisrat Matthias Loschert verwies auf die Zeitschiene und machte aufgrund eigener Erfahrung deutlich, dass bei einer weiteren zusätzlichen Konzentration (FOS/BOS) an der Oberländer Straße „Probleme mit den Anliegern“ zu erwarten seien.

Bei Abwägung aller Argumente sieht Bürgermeister und Kreisrat Richard Krebs (Bischbrunn) auch eine schnelle Verlegung der Alten- und Krankenpflegeschule an das Krankenhaus Marktheidenfeld „als Sofortmaßnahme“. Er warnte aber auch davor, die FOS/BOS an die Oberländer Straße zu verlegen. Den Synergieeffekten stünden viele andere Probleme entgegen, die bei einer zusätzlichen Ansiedlung dieser Schule entstünden.

 

Nach einer über zweistündigen Diskussion beauftragte CSU-Fraktionsvorsitzender Walter Höfling den anwesenden Architekten Bernd Müller und die Kreistagsverwaltung, die Argumente in „ein schlüssiges Konzept einzuarbeiten“. Nur so könne der Kreistag zeitnah entscheiden. Bei allen Überlegungen gelte die Prämisse: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“.Dabei wurde in allen Diskussionsbeiträgen deutlich, dass eine Verlegung der Alten- und Krankenpflegeschule an das Klinikum Marktheidenfeld ein erster Schritt sei, um die Situation an der FOS/BOS zu entspannen.