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Familie und Gesellschaft

Demographische Entwicklung

Auch auf unseren Landkreis wird die demografische Entwicklung Auswirkungen haben. Die Bevölkerungszahl hängt von drei Faktoren ab - von der Geburtenrate, der Lebenserwartung und der Zu- bzw. Abwanderung. Letzteres hält sich in Main-Spessart in etwa die Waage, die Geburtenrate ist niedriger als die Sterberate, von daher ist zu erwarten dass die Landkreisbevölkerung bis 2020 um ca. fünf Prozent abnehmen wird.

Von den 1950 geborenen Frauen hatten 15 % keine Kinder; die Frauen des Geburtsjahrgangs 1965 werden zu über 30 % kinderlos bleiben, wenn sie Akademikerinnen sind sogar zu über 40 %. Und das Durchschnittsalter verheirateter Mütter bei der Geburt des ersten Kindes ist seit 1990 in Westdeutschland von 27 auf fast 30 Jahre gestiegen und in Ostdeutschland von 25 auf 29 Jahre.

Der Geburtenrückgang und der stetig ansteigende Anteil an älteren Mitmenschen hat Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dies ist die politische und gesellschaftliche Herausforderung für das 21. Jahrhundert.

 

Aktive Senioren

Das Lebensalter steigt, von der Werbeindustrie werden spezielle Angebote für Senioren aber vernachlässigt. Einfach zu bedienende Unterhaltungselektronik, Telefone mit großen Tasten oder andere Hilfsmittel gibt es durchaus. Firmen, Bildungseinrichtungen und Vereine bieten spezielle Programme für Senioren. Vom Kulturausflug bis zum Internetkurs – das Angebot ist vielfältig.

Vorschlag:
Kirchen und Vereine bieten bereits die unterschiedlichsten Angebote für ältere Menschen. Im Landkreis sollte der Seniorenbeirat des Landkreises ein mögliches generationenübergreifendes Projekt anstoßen. Eine Initiative von „Senioren für die Gesellschaft“ könnte einen Impuls geben, Betreuungsangebote für Familien oder Hilfsbedürftige zu bieten. Gleichzeitig bliebe der Anschluss an die Gesellschaft und speziell zur jüngeren Generation erhalten.

 

Geändertes Familienleben

Das Familienleben hat sich in den letzten 50 Jahren sehr verändert. Früher lebten mehrere Generationen unter einem Dach, die Älteren sorgten für die Jungen und umgekehrt. Die vieldiskutierte Nachmittags-betreuung wurde von den Großeltern erledigt und die Kinder und Enkel
betreuten später die pflegebedürftigen Älteren.

Heute leben Kinder, Eltern und Großeltern meist getrennt – die berufliche Situation lässt oft gar keine andere Wahl. Das Familienleben muss nun anders organisiert werden – gelingt das nicht, verzichten immer mehr junge Paare auf Kinder.

Zeit zum Handeln!
Betreuungsangebote für Kinder bieten die Chance von Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Arbeitsplätze vor Ort sichern den Verbleib in der Region, zudem sollten Telearbeitsplätze forciert werden.