Bittermann: "Schulische und berufliche Bildung hat hohen
Stellenwert im Landkreis"
Main-Spessart. Für die CSU im Landkreis und ihren
Landratskandidaten Klaus Bittermann hat der Bereich der
schulischen und beruflichen Bildung im Landkreis einen hohen
Stellenwert. Der Arbeitskreis „Lernen in Main-Spessart“ unter
Vorsitz des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Manfred Goldkuhle
(Karlstadt) und des Kreisgeschäftsführers Wolfgang Thoma (Erlenbach-Tiefenthal)
sieht in der Sicherung der Unterrichtsversorgung ein zentrales
Ziel der bayerischen Bildungspolitik Mit 39 öffentlichen
Volksschulen im Landkreis werde das Ziel einer möglichst
wohnortnahen Beschulung erreicht, auch wenn die Auswirkungen der
demografischen Entwicklung örtlich zu Problemen führen.
Der Schülerrückgang nehme zuweilen dramatische Auswirkungen an, so
der stellvertretende CSU- Kreisvorsitzende Thorsten Schwab
(Hafenlohr), Leiter des CSU-Arbeitskreises "Schule, Bildung und
Sport". Waren im Schuljahr 2005/06 noch 9016 Schülerinnen und
Schüler gemeldet, sind es im laufenden Schuljahr 2007/08 nur noch
8075 Kinder oder 941 Kinder weniger. Dass diese Entwicklung nicht
ohne Auswirkungen auf die Schullandschaft bleiben könne, sei
unvermeidlich, aber manchmal schmerzlich. Um wohnortnahe Schulen
zu erhalten, seien deshalb in einigen wenigen Fällen auch
jahrgangskombinierte Klassen notwendig. Mit einer
durchschnittlichen Schülerzahl von 22,28 Kindern pro Klasse habe
man „fast paradiesische Zustände“. Um Schulen zu erhalten, sei es
in wenigen Ausnahmefällen aber erforderlich, stärkere Klassen zu
bilden, bat Schwab um Verständnis.
Klaus Bittermann begrüßt es, dass ab dem Schuljahr 2007/2008 die
staatlichen Schulen durch eine Reihe von Maßnahmen dem Problem des
kurzfristig auftretenden Unterrichtsausfalls in verstärkter Weise
begegnen können.
- So wird im Bereich der Volksschulen ein noch stärker am
voraussichtlichen Bedarf orientiertes Konzept der mobilen
Reserve umgesetzt. Das neue Konzept ermöglicht, dass den
staatlichen Grund-, Haupt- und Förderschulen in Zeiten der
voraussichtlichen Spitzenbelastung zusätzlich Lehrerkapazitäten
zur Abdeckung von Vertretungsfällen zur Verfügung stehen.
- Im Bereich der staatlichen Gymnasien, Realschulen und
beruflichen Schulen hat die Staatsregierung für das Schuljahr
2007/2008 zusätzliche Mittel zum Auf- bzw. Ausbau eines Pools
von Vertretungskräften bereit gestellt.
- Die Eigenverantwortung der Schulen, die die konkrete
Situation vor Ort am besten kennen, wurde gestärkt.
Verwaltungsabläufe wurden vereinheitlicht und vereinfacht, damit
die Schulen im konkreten Vertretungsfall schnell handeln können.
Wie Landratskandidat Klaus Bittermann informiert, eröffnet das
Kultusministerium den staatlichen Realschulen, Gymnasien und
ausgewählten beruflichen Schulen im Regierungsbezirk Unterfranken
im Rahmen eines Pilotprojekts eine neue Möglichkeit insbesondere
kurzfristige Vertretungsbedarfe abzudecken.
Ab dem 1. Oktober 2007 können Schulleiter von an dem Pilotprojekt
teilnehmenden Schulen auch Leistungen von
Personaldienstleistungsunternehmen zur Abdeckung von
Vertretungsfällen in Anspruch nehmen. Hierdurch soll insbesondere
die Reaktionsmöglichkeit der Schulen auf krankheitsbedingten
Unterrichtsausfall noch verbessert werden. Das Pilotprojekt ist
auf ein Jahr befristet. Die am Pilotprojekt teilnehmenden Schulen
erhalten hierfür ein zusätzliches Budget von durchschnittlich
5.250,- € je Schule zur Verfügung gestellt.
Klaus Bittermann begrüßt es in einer Stellungnahme, dass im ganzen
Landkreis verstärkt die Mittagsbetreuung ausgebaut wird. So werde
nach Lohr auch in Marktheidenfeld erstmals eine „gebundene
Ganztagesschule“ eingeführt. In sieben (Vorjahr vier) Schulen
werde die „offene Ganztagesbetreuung“ eingeführt, freute sich
Bittermann und verwies auf zahlreiche Maßnahmen in verschiedenen
Ortschaften, die in Zusammenarbeit mit Kindergärten auch
Grundschulkinder eine Betreuung anbieten. So könnten viele
Familien Kinder und Beruf in Einklang bringen.
Renè Szathmary (Karlstadt) begrüßte die beabsichtigte Streichung
des Büchergeldes auf Grund der besseren Finanzsituation von Staat
und Kommunen. "Hiermit wird ein Zeichen von Familienfreundlichkeit
gegeben", so das junge CSU-Kreisvorstandsmitglied.
|