PressemitteilungenCSU-OV Bischbrunn, 02.09.2008

 

100 Teilnehmer der Bürgerreise besuchten die Insel Rügen

Bischbrunn. Das anvisierte Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Wahlkreis Rügen ließ sich leider nicht realisieren. Die CDU-Bundesvorsitzende befand sich auf einer Auslandsreise. Aber Anfang September komme sie nach Schweinfurt um die CSU im dortigen Landtagswahlkampf zu unterstützen, war die Auskunft aus dem Bundeskanzleramt, die der CSU-Ortsvorsitzende und Bürgermeister Richard Krebs erhalten hat. Auch die mittlerweile 15. Bürgerreise des CSU-Ortsverbandes Bischbrunn-Oberndorf ging wieder mit 100 Teilnehmern in die Neuen Bundesländer und da der Wahlkreis der Kanzlerin besucht wurde, machte er den Versuch eines Treffens. 

Statt dem geplanten „Gipfeltreffen“ mit Angela Merkel gab es ein Treffen mit der CDU-Basis und einen intensiven Gedankenaustausch zur Aufarbeitung der immer noch auf beiden Seiten vorhandener Akzeptanzprobleme. Dabei machte Bürgermeister Richard Krebs deutlich, dass diese Bürgerreisen in die neuen Bundesländer nicht nur dazu dienen, die dortigen landschaftlichen und kulturellen Schönheiten des einst „verbotenen Teil Deutschlands“ kennen zu lernen, sondern auch zu mehr gegenseitigem Verständnis zwischen den „Wessis“ und „Ossis“ beitragen sollen. Bei dieser Gelegenheit erfuhren die Spessarter, dass auch die Rüganer CDU in diesem Sommer ihr Wahlziel, einen CDU-Landrat zu bekommen, nicht erreichte. Auch die derzeit geplante neue Landkreisreform in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem der Insel-Landkreis Rügen seine Selbständigkeit verlieren soll, findet weder die Zustimmung der CDU-Basis noch der Inselbevölkerung. Auch das "Schulsterben" als Folge der demografischen Entwicklung und des Geburtenrückgangs machte ihn Poseritz, dem Standort der Gruppe, nicht halt: Die dortige Grund- und Hauptschule mit Realschule musste zum neuen Schuljahr wegen Schülermangel schließen und steht jetzt leer. 

     

Neben der politischen Diskussion mit den kommunalen Mandats- und Funktionsträgern der örtlichen CDU wurde ein umfangreiches Besichtigungsprogramm bei der fünftägigen Fahrt absolviert. Eine Schifffahrt zu den berühmten Kreidefelsen gehörte ebenso dazu, wie ein Spaziergang von Vitt zum Kap Arkona, dem Nordkap der Republik. Von den landschaftlichen Schönheiten der Insel Hiddensee konnten sich die Besucher überzeugen und dabei live erleben, das ein geplantes warmes Mittagessen ausfallen muss, wenn die Stromversorgung nicht funktioniert. Teilnehmer der Gruppe wurden von einem NDR-Fernsehteam interviewt und zu den Auswirkungen des Stromausfalls befragt. 

Nach einem abendlichen Besuch der mit 8000 Besuchern ausverkauften „Störtebeker-Festspiele“ in Ralswiek wurde der südliche Teil der Insel mit dem Mönchsgut und den Seebädern Sellin, Göhren und Binz besucht. Neben einem Strandbummel wurde das während der Nazi-Zeit in Prora errichtete „Kraft-durch- reude“ (KdF)-Ferienzentrum besichtigt. In diesem 4,5 Kilometer langen Komplex sollten 20.000 Erholungssuchende untergebracht werden. 

Bei der Schlussrast in Hollfeld bedankte sich der langjährige Lohrer Stadt- und Kreisrat Wilfried Grampp bei Bürgermeister Richard Krebs für die vorzügliche Organisation der Fahrt und seine politische Arbeit in den letzten drei Jahrzehnten. Dieser kündigte angesichts der gelungenen Fahrt im Jahr 2009 eine 16. Bürgerreise an. Ziel wird dann Ende August der Spreewald und die Lausitz sein.  

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