Bayern in EuropaBayerische Vertretung in Brüssel


Bayerische Vertretung in Brüssel

Eine wichtige Voraussetzung für eine sachgerechte
Europapolitik ist die rechtzeitige Information über Vorhaben und Entwicklungen der EU. Bayern hat daher bereits 1988 ein „Brüsseler Informationsbüro“ eingerichtet.

Seit 1994 arbeitet diese Dienststelle als „Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union“. Im Juli 2004 erfolgte der Umzug in das Gebäudeensemble des ehemaligen Institut Pasteur, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Europäischen Parlament und zum Ausschuss der Regionen.

Die bayerische Vertretung fungiert als Schnittstelle  zwischen Bayern und Brüssel, d.h.:

  • Frühzeitige Unterrichtung der Staatsregierung über alle wichtigen politischen  Vorgänge bei der Europäischen Union
  • Einflussnahme auf die politischen Willensbildung in der Europäischen Union
  • Information des Landtags, der Verwaltung sowie bayerischer Unternehmen und  Bürger
  • Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme mit EU-Stellen
  • Präsentation des Freistaates Bayern in Brüssel durch Veranstaltungen
  • Zusammenarbeit mit anderen europäischen Regionalvertretungen mit Sitz in Brüssel


Die bayerische Vertretung in Brüssel liegt gleich neben den Gebäuden des Europäischen Parlaments in Brüssel. "Wer nach Europa will, kommt an Bayern nicht vorbei"

Weitere Informationen:

 

Die Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU im ehemaligen Institut Pasteur

In den Jahren 1903 bis 1905 wurde das Gebäudeensemble im Stil des Historismus errichtet. Es besteht aus Institut, Villa und Marstall. Seine ursprüngliche Bestimmung war der Aufbau eines „Antibakteriellen und bakteriologischen Forschungsinstituts“.

Dem belgischen Arzt Jules Bordet, der bereits im Alter von 24 Jahren an das Pariser Institut Pasteur berufen wurde, übertrug die Provinz Brabant die Gründung und Leitung dieser Forschungseinrichtung. Sie durfte sich „Institut Pasteur du Brabant“ nennen. Jules Bordet erhielt für seine Theorie der Immunitätsentwicklung 1919 den Nobelpreis für Physiologie und Medizin. Zusammen mit O. Gengov entdeckte er 1906 den Keuchhustenerreger. Jules Bordet starb 1961 in Brüssel.

Die Gebäude standen seit 1987 leer und waren stark renovierungsbedürftig. Bayern hat sie behutsam saniert, unter Beachtung des Denkmalschutzes mit neuen Anbauten an die Villa und das Marstallgebäude ergänzt. Es ist gelungen, das Ensemble in den umgebenden Park Leopold harmonisch einzufügen. Im Institutsgebäude sind neben Verwaltungs- und Büroräumen die Bereiche für Ministerpräsident und Staatsminister, ein Sitzungssaal und eine Weinstube untergebracht.

Die Villa samt Erweiterungsbau dient der Unterbringung von Büros, Technik- und Verwaltungsräumen. Das alte Marstallgebäude wurde zur Servicezone für den Veranstaltungsbereich umgestaltet. Es enthält Küche und Garderobe und ist verbunden mit dem großen und dem kleinen Saal, die zusammen bis zu 300 Personen Platz bieten, sowie einem Bierkeller.

  

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